Diesel-Hybrid-Prototyp

Die Unternehmen Ricardo, QinetiQ und PSA Peugeot Citroën stellten am 2. Juni 2006 ihren Prototypen vor: einen Citroën Berlingo Multispace-Hybriddiesel, der nur 99 g / km CO2 ausstoßen soll (dh einen Verbrauch von 3,75 Liter Prozent). Die CO2-Emissionen liegen damit 30% unter denen von Standard-Dieselfahrzeugen. Dieses Projekt, Efficient-C, ist das erste Ergebnis des Programms des Ministeriums für Verkehr (Ultra-Low Carbon Car Challenge) (DfT, Verkehrsministerium). Dieses Programm im Wert von 10 Mio. GBP (ca. 15 Mio. EUR) wurde im April 2003 ins Leben gerufen und wird vom Energy Savings Trust verwaltet.

Ziel ist es, die Entwicklung praktischer „sauberer“ Fahrzeuge zu fördern: Es handelt sich nur um fünftürige Familienautos. Das Efficient-C-Projekt, das in zwei Jahren 3 Millionen Pfund (ungefähr 4,4 Millionen Euro) gekostet hat, erhielt 2 Millionen Pfund (ungefähr 1,5 Millionen Euro) vom DfT . Zwei weitere Projekte wurden im Rahmen dieses Programms finanziert: eines ist blockiert, da die Machbarkeitsstudie und das andere, angeführt von der Firma Zytek, im nächsten Jahr abgeschlossen sein sollen
Ricardo, ein für das Projekt verantwortliches Engineering- und Beratungsunternehmen für die Automobilindustrie, lieferte die Steuerungssysteme für den Hybridmotor und war an dessen Integration in das Fahrzeug beteiligt. PSA Peugeot Citroën lieferte seinerseits das Basisfahrzeug, die Hybridmotorkomponenten und die Fahrzeugsteuerungssysteme. QinetiQ, eine teilweise privatisierte Firma, die von der militärischen DERA abwanderte, stellte ihre Fähigkeiten für die Energiespeicherung zur Verfügung, insbesondere für die Batterie- und Elektrokabelnetze.

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Die Wahl des Citroën Berlingo mag für einen Wettbewerb mit fünftürigen Familienautos seltsam erscheinen. Die aerodynamischen Eigenschaften unterscheiden sich erheblich von denen der Standardfahrzeuge der C-Klasse. Trotzdem ist sein Innenraum viel geräumiger und damit funktionaler für die Prüfung von Steuergeräten. Der auf 2 June 2006 vorgestellte Prototyp ist mit den europäischen Euro IV-Vorschriften kompatibel und mit folgenden Technologien ausgestattet:
- 1,6 Liter HDi PSA Peugeot Citroën Dieselmotor;
- ein kompakter Elektromotor mit 23 kW und 288 V Gleichstrom, der zwischen dem Dieselmotor und der Antriebswelle montiert ist; es kann bis zu 130 Nm zusätzliches Drehmoment liefern;
- ein 5-Gang-Schaltgetriebe;
- ein 288-V-Lithium-Ionen-Akku.
Das Hybridsystem verfügt über sechs verschiedene Betriebsarten:
- konventioneller Antrieb mit Dieselmotor;
- Der Elektromotor wird am Dieselmotor aufgeladen und erzeugt so in der Batterie gespeicherten Strom für die zukünftige Verwendung.
- Wenn das Auto stark beschleunigt werden muss, wird die in der Batterie gespeicherte Energie an den Elektromotor übertragen, der ein zusätzliches Drehmoment liefert.
- bei niedriger Drehzahl arbeitet der Elektromotor allein, angetrieben von der Batterie (spart Kraftstoff und damit CO2-Emissionen); das Fahrzeug kann im elektrischen Modus 10 km zurücklegen;
- Wenn das Fahrzeug bremst, nimmt der Elektromotor die kinetische Energie des Fahrzeugs auf und speichert sie in der Batterie (nachträgliches Bremsen).
- Bei stehendem Fahrzeug erzeugt der Dieselmotor Strom, der in der Batterie gespeichert ist, im Gegensatz zum Toyota Prius, einem derzeit auf dem Markt befindlichen Hybridfahrzeug, das seinen Elektromotor stoppt, wenn das Fahrzeug gestoppt wird.

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In Anbetracht der Anzahl der Modi sind die Steuersysteme sehr wichtig und die Software, die die Übergänge zwischen dem Diesel- und Elektromotor verwaltet, hat eine Größe von 70 MB gegenüber 30-40 MB für die Software, die nur einen Dieselmotor steuert. Das rechte Fußpedal ist mit der Hybrid-Motorsteuerung verbunden und nicht mehr mit dem Gaspedal.

Darüber hinaus sind viele zusätzliche Systeme erforderlich, um die ordnungsgemäße Funktion des Fahrzeugs in seinen 6 Betriebsarten zu gewährleisten:
- ein Niedertemperatur-Kühlsystem, das die elektronischen Teile des Motors schützt;
- ein DC-DC-Wandler, der den von 288 V erzeugten Strom in 12 V umwandelt (effizientere direkte Erzeugung von 12 V);
- elektrische Hilfssysteme: Servolenkung, Unterdruckpumpe für die unterstützte Bremsanlage und Klimaanlage.
Dieser Prototyp ist noch nicht vermarktungsfähig: Aufgrund der derzeitigen Kosten für Ausstattung und Herstellung kostet dieser Berlingo rund 3 Euro mehr als das derzeit im Handel erhältliche Modell. Die Industriellen von PSA schätzen, dass die zusätzlichen Kosten des Autos höchstens 000 Pfund (ungefähr 4 Euro) betragen sollten, um seine Massenproduktion zu ermöglichen.

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Quelle: Stollen

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