Das Wasserdossier: Knappheit, Verschmutzung, Korruption

Marc Laimé,
396p, Threshold, 2003.

Wassermangel

Zusammenfassung
Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts stehen unsere Gesellschaften paradoxerweise vor dem gleichen Problem wie Ende des neunzehnten Jahrhunderts: jedem Menschen Zugang zu Trinkwasser zu gewähren. Mehr als 1,4 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben kein sauberes Wasser. Jedes Jahr sterben mehr als 15 Millionen Menschen. Mangel tötet. Dieser Mangel wird jedoch durch störendes Verhalten noch verstärkt. Wasser ist eine Ware des "Gemeinwohls" für Konglomerate, die ihre gewaltigen Investitionen rentabel machen wollen. Frankreich hat hier eine besondere Verantwortung, da in unserem Land die beiden größten Unternehmen der Welt beheimatet sind. Eine heftige Protestbewegung kämpft dafür, dass der Zugang zu sauberem Wasser als grundlegendes Menschenrecht anerkannt wird. In Frankreich selbst werden neben der durch die intensive Landwirtschaft verursachten katastrophalen Umweltverschmutzung die exorbitanten Vorrechte einer übermächtigen Industrie und ihre undurchsichtigen finanziellen Praktiken, die sich auf Verbraucher und Steuerzahler auswirken, diskutiert. Aber Reformprojekte verwandeln sich in legislative Seeschlangen. Wie die Ernährungssicherheit und industrielle Risiken ist Wasser heute ein wichtiges Thema für die Umwelt, die öffentliche Gesundheit und die Demokratie. Ohne eine realistische und großzügige Politik kann keine Regierung weitermachen.

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