Diesel-Hybrid-Gas, Dual-Fuel-Technologie

Ein kombinierter Gas- und Dieselmotor, der die Umwelt respektiert: ein technologisches Wunder

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Der beeindruckende amerikanische Truck zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Mit seinen charakteristischen Formen und dem Chromstahl bleibt es auf Schweizer Straßen nicht unbemerkt. Die Stärken des Kenworth beschränken sich jedoch nicht nur auf das Aussehen, sondern sind auch technologisch: Der Motor kombiniert konventionelle Dieseltechnologie mit einem umweltfreundlichen Gasantrieb.

Diesel- und Gaswagen

Herr Josef Wespe hat einen amerikanischen Lkw für die Firma Schmid Kompogas AG umgebaut: 80% des Lkw werden mit Biogas betrieben - der verbleibende Bedarf wird durch Diesel gedeckt. (CH-Forschung)

„Ein amerikanisches Modell ist ideal für uns, die gerne Aufmerksamkeit erregen, indem sie zeigen, dass wir mit umweltfreundlicher Energie fahren“, erklärt Walter Schmid von der Kompogas AG in Glattbrugg.

Der Kenworth-Lkw ist mit einem Caterpillar-Motor mit einer Leistung von 414 PS ausgestattet und kann mit zwei Kraftstoffen betrieben werden: Diesel, Gas oder einer Mischung aus beiden. Diesel wird hauptsächlich zum Heizen des Motors verwendet. Wenn es mit voller Geschwindigkeit läuft, beträgt der Gasanteil 90%, während er im Durchschnitt 80% beträgt. Der Gasanteil wird ständig an den Leistungsbedarf des Motors angepasst. Der Tank besteht aus acht Stahlgasflaschen mit einem Gesamtvolumen von 950 Litern (150 Kilo Gas). Wenn die Gasreserven erschöpft sind, schaltet der Motor automatisch auf Diesel um.

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Eine mühsame Prozedur

Vor ungefähr 3 Jahren interessierte sich Herr Walter Schmid für die Dual-Fuel-Technologie, die damals in den USA weit verbreitet war. Sein Traum von einem „zweiwertigen amerikanischen Modell“ wurde dank des Nutzfahrzeugimporteurs Josef Wespe aus Altstätten wahr. Er importierte den Kenworth und baute einen in der Schweiz zugelassenen zweiwertigen Motor ein. „Der Akzeptanzprozess war langwierig und dauerte fast ein Jahr“, sagt Wespe.

Aber Geduld hat Früchte getragen: Dual-Fuel erfüllt jetzt die Anforderungen der europäischen Standardkompetenz. Herr Josef Wespe, auch bekannt als Herr Diesel, entwickelte den zweiwertigen Antriebsmechanismus in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Zulieferern aus den USA und Kanada. Das Projekt wurde vom Forschungsfonds der Schweizerischen Gasindustrie finanziell unterstützt.

Aus pflanzlichen Abfällen hergestellter Kraftstoff

Die im Bausektor tätige Firma Schmid AG betreibt auch Anlagen in Kompogas, die aus der entsprechenden Aufbereitung von Haus- und Gartenabfällen Biogas produzieren, das als Brennstoff verwendet werden kann. wie Erdgas.

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Dieser LKW wird daher von den pflanzlichen Abfällen angetrieben, die er selbst sammelt. 250 Kilo biologischer Abfälle ermöglichen es ihm, 100 Kilometer zu fahren. Ein Vorteil dieses Kraftstoffs: Er ist CO2-neutral. "Fahrzeuge, die mit Kompogas fahren, geben nicht mehr Kohlendioxid an die Umwelt ab, als wenn diese Abfälle kompostiert würden", bestätigt Schmid. In Bezug auf die anderen Emissionen weist dieser Lkw eine gute Bilanz auf: Er stößt 92% weniger Stickoxide und 76% weniger Kohlenmonoxid aus als in der neuen Euro 3-Norm für schwere Dieselfahrzeuge vorgeschrieben. Die Kohlenwasserstoffemissionen betragen sogar 97% und die Partikel 87% unter diesem Grenzwert.

Der Umbau eines Dieselmotors in einen Dual-Fuel-Motor kostet 105 Franken (ca. 000 Euro), spart dann aber Kraftstoff: Im Vergleich zu Diesel spart Erdgas 60 Franken ( 000 Euro) für 3 Kilometer.

Da Kompogas von der Mineralölsteuer befreit ist, ist dieser natürliche Kraftstoff sogar billiger als Erdgas: Sein Preis ist 40% niedriger als der von Benzin oder Diesel. „Unser Lkw wird nach 250 Kilometern abgeschrieben“, rechnet Herr Schmid. Diese Erfahrung ist so schlüssig, dass das Unternehmen den Kauf eines zweiten Fahrzeugs dieses Typs geplant hat. Die Mc Donalds-Kette hat auch einen solchen umweltfreundlichen LKW bestellt.

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In der Zwischenzeit hat Herr Josef Wespe bereits ein neues Projekt gestartet: Zusammen mit einem Freund, der eine Kaffeeplantage betreibt, plant er eine Anlage in Kompogas in Guatemala, um die großen Mengen an pflanzlichen Abfällen aus der Produktion von zu nutzen Kaffee. Und vielleicht sehen wir bald einen Dual-Fuel-Truck, der Kompogas auf den Straßen von Guatemala fährt ...

Quelle: Christine Sidler für CH Forschung

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